Sicherheit Teil 3: Alpine Notsignale


Dieser Beitrag wurde von am 23. Nov 08, 15:24 unter Bergsteigen abgelegt.

Ich habe mich entschlossen, meine kleine Reihe “Sicher Klettern” in eine allgemeine Reihe “Sicherheit im Bergsport” zu wandeln. Noahs Anregung folgend geht es weiter mit der Erläuterung alpiner Notsignale.

Insbesondere die Kenntnis der Yes-/No-Signale werden wichtiger, da immer mehr Menschen in den Bergen den Piloten in den Hubschraubern freundlich zu winken und damit die “hilfesuchend” winkenden schlechter erkannt werden. Aus diesem Grund gibt es das Yes- & No-Signal, das auch zur Einweisung des Helikopters (z.B. keine Landung an dieser Stelle) eingesetzt wird. Folgende Abbildung (Quelle: Bergsteigen) zeigt, wie man mit seinem Körper die jeweiligen Zeichen formt. Yes bedeutet: wir brauchen Hilfe & hier landen. No bedeutet: wir brauchen keine Hilfe bzw. hier nicht landen.

Es dienen auch Rucksäcke, Biwaksäcke oder sonstige Kleidungsstücke als Signalfarben zur Markierung des Unfallortes. Aber Vorsicht: Diese Gegenstände so befestigen, dass sie nicht in den Rotor gezogen werden können!

Daneben gibt es weitere akustische und optische Notsignale. In der Dunkelheit wird üblicherweise Licht verwendet (Stirnlampe oder Taschenlampe), aber auch akustische Signale sind jederzeit möglich.

  • Notsignal (Ich brauche Hilfe): 6x pro Minute also alle 10 Sekunden. Zum Beispiel das Licht ein- und ausschalten, rufen oder pfeifen. Dann eine Minute Pause und dann wieder von vorn, d.h. 6x pro Minute ein Signal.
  • Antwortsignal der Retter: 1 Minute Pause, 3x pro Minute ein Signal (also alle 20 Sekunden) und dann wieder von vorn.

Wer ein Notsignal erkennt, sollte die Bergrettung, Polizei o.ä. benachrichtigen. Am besten merkt man sich die einheitliche Europäische Notfallnummer 112, weil die alpinen Bergrettungsnummern unterschiedlich sind.

Wichtig: Die Notsignale nicht zum Spaß oder zum Testen verwenden, weil Talstationen, Berghütten etc. unverzüglich die Bergwacht losschicken. Zudem ist die missbräuchliche Verwendung des Notsignals strafbar.

Übrigens, in vielen Rucksäcken, Erste Hilfe-Sets oder Biwaksäcken sind die Signale nochmals erläutert. So wie vorbildlich auf meinem Vaude-Rucksack und in meinem Vaude-Biwaksak ;-)

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3 Kommentare zu “Sicherheit Teil 3: Alpine Notsignale”

  1. Noah am 23. Nov 2008 um 16:55 #

    Hi Marco,

    war das jetzt eine Synchronizität? ;-)

    Klasse Artikel!
    Ich speichere vor dem Urlaub übrigens immer die Notruf-/Bergrettungsnummern des Reiselandes in mein Handy ein. Zu finden z.B. hier: http://www.alpenverein.de/template_loader.php?tplpage_id=173

  2. équilibriste am 23. Nov 2008 um 21:24 #

    … und die ICE-Nummer…

  3. Marco am 24. Nov 2008 um 09:06 #

    Ich mache das noch ziemlich “old school”. Ich schreibe mir die wichtigen Nummer – also auch die Nummer des ICEs – auf einen kleinen Zettel und packe den den ins Erste Hilfe-Set…

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