Im Test: Bergzeit Rifle Seiltasche – Chillaz


Dieser Beitrag wurde von am 8. Dez 08, 7:00 unter Ausrüstung abgelegt.

In den letzten Wochen habe ich die Bergzeit Rifle Seiltasche getestet. Die Tasche ist von Chillaz designed, vom Exped-Team gefertigt und trägt auf der Plane ein Bergzeit-Logo. 

Meine Erfahrungen: Anfangs war ich skeptisch, weil sich die Tasche sehr leicht (ca. 620g) und das Material sehr dünn anfühlte. Allerdings hat die Tasche die Einsätze am Fels sehr gut überstanden und auch meine härtesten “Reinstopf- & Kompressionsriemenfestzurrversuche” haben der Tasche nichts ausgemacht. Nicht zuletzt dadurch hat sie sich als Raumwunder erwiesen. Mittlerweile finde ich das geringe Gewicht super. Mit folgenden Ausrüstungsgegenständen war ich mit der Tasche unterwegs, soll heißen: das hat alles reingepasst

  • 50 m Einfachseil, Kletterhelm, Klettergurt mit Chalkbag und Sicherungsutensilien, 10 Expressen, Kletterschuhe, Thermosflasche & Vesper,
  • 70 m Einfachseil, Klettergurt mit Chalkbag und Sicherungsutensilien, 10 Expressen, Kletterschuhe, kleine Siggflasche & Vesper; den Helm habe ich außen angebracht oder
  • 2 60 m Halbseile, Klettergurt mit Chalkbag und Sicherungsutensilien sowie Kletterschuhe.

Ich war ziemlich erstaunt, dass das alles immer wieder reingepasst hat und dann auch noch gut tragbar war. Gut tragbar deshalb, weil der eigentliche Seilsack ein Rucksack ist, der “von hinten” befüllt wird (siehe Bild rechts). Zugleich kann man den Seilsack/Seilrucksack auch als Umhängetasche durch einen extra gepolsterten Trageriemen nutzen. 

Verschlossen wird die Tasche durch einen Wickelverschluss. Durch das Wickelsystem kann kein Dreck rein oder raus und die Tasche ist dadurch auch komplett dicht, d.h. unter Umständen auch etwas wasserfest. Ergänzt wurde das Wickelsystem mit horizontalen und vertikalen Kompressionsriemen. Somit wurde auch mein teilweise umfangreiches Gepäck auf ein Mindestmaß zusammengequetscht (wobei die Nähte “geächzt” haben müssen, aber sehr gut gehalten haben). Dadurch habe ich mir bei kleinen Besuchen am Fels und in der Kletterhalle eine zusätzliche Tasche bzw. einen zusätzlichen Rucksack erspart. 

Clever ist die Trennung von Rucksack und Plane. Das bietet viele Vorteile, z.B. dass man das Seil in der Plane auch in einen anderen Rucksack stecken kann (z.B. bei größeren Touren) oder dass man das Seil auf der Plane durch die halbe Kletterhalle ziehen kann, während die anderen Utensilien noch im “Seilsack-Rucksack” ruhen. Dafür sind extra an jedem Eck der 1,20 X 1,40 m-Plane stabile Laschen, die zusätzlich zu den anderen beiden verschiedenfarbigen Laschen zum Festbinden der Seilenden dienen können. Damit ist die Plane auch für Halb- & Zwillingsseile geeignet.

Eine Sache gibts allerdings dann doch. Eher ein kleiner Schönheitsfehler als ein wirklicher Makel. Dadurch dass man den Seilsack “von hinten” belädt, liegt das “Tragesystem” beim Bepacken unten, d.h. es kann unter Umständen im Dreck liegen. Erfahrungsgemäß ist das allerdings kein Problem, da sich selbst unter schmutzigsten Verhältnissen immer eine Stelle zum Beladen findet. Für die Kletterhalle ist das irrelevant.

Fazit: Das durchdachte Gesamtsystem der Seiltasche hat mich überzeugt. Die Bergzeit Rifle Seiltasche ist für mich ein Genuss und hat dazu geführt, dass ich meine anderen Seilsäcke ausgemustert habe und nun nur noch mit einer Tasche (anstelle von Seilsack und Rucksack) in die Kletterhalle gehen kann. Man merkt dass bei der Konzeption Fachleute am Werk waren.

Derzeit ist die Seiltasche bei Bergzeit.de für 22,95 Euro im Angebot und damit im Vergleich zu anderen Taschen ein wahres Schnäppchen.

Hier noch ein paar Bilder.

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2 Kommentare zu “Im Test: Bergzeit Rifle Seiltasche – Chillaz”

  1. équilibriste am 09. Dez 2008 um 13:35 #

    Au weia… Bergzeit-Angebot…
    Hab am Sonntag noch gnadenlos zugeschlagen – zwar kein Seilsack, aber… ;-)))

  2. Marco am 10. Dez 2008 um 10:50 #

    …nun bin ich aber gespannt?

    Vielleicht wirds ja beim nächsten Mal der Seilsack ;-)

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